Website für Handwerker
Was Kunden auf der Website eines Handwerksbetriebs suchen, was ins Impressum gehört und was eine Website kostet. Mit Zahlen aus unserer Erhebung bei 208 Betrieben in Krefeld.
Philipp Kant, Deutsche Stadtmarketing · Stand: 27. Oktober 2026
Wie es um die Websites im Handwerk steht
Im August 2026 haben wir die Websites von 208 Elektro-, Sanitär- und Dachdeckerbetrieben in Krefeld geprüft. Die Betriebe stammen aus Gelbe Seiten, Das Örtliche und OpenStreetMap. Jede Website haben wir im Browser aufgerufen und fotografiert, strittige Fälle von Hand nachgeprüft.
| Befund | Betriebe | Anteil |
|---|---|---|
| Keine eigene Website gefunden | 80 | 38 % |
| Website lädt nicht, ist leer oder eine Baustelle | 36 | 17 % |
| Website lädt, ist aber sichtbar veraltet oder auf dem Handy nicht lesbar | 21 | 10 % |
| Brauchbare Website | 71 | 34 % |
Zwei von drei Betrieben fehlt damit eine Website, die ein Kunde am Handy nutzen kann. Anteile gerundet.
Was Kunden auf der Website eines Handwerksbetriebs suchen
Wer einen Elektriker oder einen Dachdecker sucht, hat meist ein konkretes Anliegen und das Handy in der Hand. Er will wissen, ob der Betrieb das macht, ob er in seine Gegend kommt und wie er ihn erreicht. Auf die Startseite gehören deshalb:
- die Leistungen in den Worten der Kunden: Bad sanieren, Heizung tauschen, Steckdosen nachrüsten, Dach dämmen;
- das Einzugsgebiet mit Ortsnamen: „Elektriker Meerbusch“ suchen 140 Menschen im Monat, „Elektriker Niederrhein“ praktisch niemand;
- die Telefonnummer oben auf jeder Seite, am Handy mit einem Fingertipp anrufbar;
- die Erreichbarkeit: Bürozeiten, Notdienst und wie schnell Sie zurückrufen;
- Fotos eigener Arbeiten, des Teams und der Fahrzeuge;
- Meisterbrief, Innung oder Zertifikate, wenn Sie welche haben, mit dem Namen der Stelle, die sie ausgestellt hat;
- ein kurzes Anfrageformular mit Name, Telefon und Anliegen.
Mehr braucht ein Betrieb mit fünf bis zehn Leistungen für den Anfang nicht. Je Leistung eine eigene Seite lohnt sich, sobald es zu ihr genug zu sagen gibt: Ablauf, Beispiele, Fragen, die Kunden am Telefon stellen.
Was ins Impressum gehört
Die Pflicht zum Impressum steht seit Mai 2024 in § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG), vorher im Telemediengesetz. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks fasst in seinem Merkblatt (Stand Juli 2024) zusammen, was ein Handwerksbetrieb angeben muss:
- Name und vollständige Postanschrift des Betriebs, bei einer GmbH zusätzlich Rechtsform, Vertretungsberechtigte und gegebenenfalls das Stammkapital;
- E-Mail-Adresse und Telefonnummer;
- Register und Registernummer, wenn der Betrieb eingetragen ist, zum Beispiel im Handelsregister;
- die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, wenn vorhanden.
Mehr gehört bei den meisten Handwerksbetrieben nicht ins Impressum. Kammer und Berufsbezeichnung gehören nur bei den Gesundheitshandwerken ins Impressum: Augenoptiker, Hörakustiker, Zahntechniker, Orthopädietechniker und Orthopädieschuhmacher nennen zusätzlich die zuständige Handwerkskammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung, Deutschland als Staat der Zulassung und die Handwerksordnung als berufsrechtliche Regelung. Eine Aufsichtsbehörde geben im Handwerk nur bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger und Büchsenmacher an.
Das Impressum muss mit höchstens zwei Klicks erreichbar sein, üblich ist ein Link in der Fußzeile jeder Seite. Das Merkblatt empfiehlt außerdem einen Satz zur Verbraucherschlichtung, also ob Sie an Verfahren vor einer Schlichtungsstelle teilnehmen. Fehlende oder falsche Angaben können Mitbewerber und Verbraucherzentralen abmahnen. Für Ihren Einzelfall berät Sie Ihre Handwerkskammer.
Was eine Website für einen Handwerksbetrieb kostet
Für eine Website mit fünf Seiten gibt es drei Wege. Mit einem Baukasten wie STRATO oder IONOS zahlen Sie 9 bis 18 € im Monat inklusive Umsatzsteuer und bauen alles selbst. Ein Freelancer rechnet nach Stunden; der durchschnittliche Stundensatz von Freelancern lag 2026 bei 103 €, für fünf Seiten rechnen wir mit rund 23 Stunden, also gut 2.300 € plus Betrieb. Im Abo zahlen Sie bei Hallo Firma ab 29 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, Gestaltung, Bau und Betrieb inklusive.
Alle Wege mit Rechner und Quellen stehen im Ratgeber Was kostet eine Website?
Reicht das Google-Unternehmensprofil?
Das Profil bei Google gehört zu jedem Betrieb, ersetzt aber keine Website. Die kostenlosen Websites, die Google im Unternehmensprofil anbot (Adressen auf business.site), hat Google im März 2024 abgeschaltet; seit Juni 2024 führen sie auf eine Fehlerseite. Im Profil steht heute der Link zu Ihrer eigenen Website.
So entsteht Ihre Website bei Hallo Firma
Sie tippen den Namen Ihres Betriebs ein und nennen Ort, Branche und, falls vorhanden, Ihre bisherige Website. Nach rund 45 Minuten haben Sie per Mail den Link zu einem Entwurf: mit Ihren Leistungen, Ihren Kontaktdaten, Impressum und Datenschutzerklärung, gestaltet nach dem Vorbild einer gut gemachten Website aus dem Handwerk. Ein Vertrag kommt erst zustande, wenn Ihnen der Entwurf gefällt und wir mit Ihnen gesprochen haben.
Häufige Fragen
Braucht ein Handwerksbetrieb eine Website?
Ohne Website kennt ein Kunde von Ihnen nur, was im Google-Profil oder in Verzeichnissen steht. Auf der Website stehen Ihre Leistungen, Ihr Einzugsgebiet und Fotos Ihrer Arbeit, und Kunden prüfen vor dem Anruf, ob Sie passen.
Muss die Handwerkskammer ins Impressum?
Nur bei den Gesundheitshandwerken, zum Beispiel Augenoptiker, Hörakustiker oder Zahntechniker. Für die meisten Handwerksbetriebe genügen Name, Anschrift, Rechtsform, E-Mail, Telefon, Register und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (Merkblatt des ZDH, Stand Juli 2024).
Wie viele Seiten braucht die Website eines Handwerkers?
Für den Anfang reichen eine Startseite mit Leistungen, Einzugsgebiet und Kontakt sowie Impressum und Datenschutzerklärung. Eigene Seiten je Leistung lohnen sich, sobald es zu einer Leistung genug zu sagen gibt.
Was kostet eine Website für Handwerker im Monat?
Ein Baukasten kostet 9 bis 18 € im Monat inklusive Umsatzsteuer, die Arbeit machen Sie selbst. Bei Hallo Firma zahlen Sie 29, 49 oder 69 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, wir bauen und betreiben die Website.
Quellen
- Eigene Erhebung Deutsche Stadtmarketing, August 2026: 208 Elektro-, Sanitär- und Dachdeckerbetriebe in Krefeld aus Gelbe Seiten, Das Örtliche und OpenStreetMap; jede Website im Browser aufgerufen und fotografiert, strittige Fälle am 15.08.2026 von Hand nachgeprüft.
- Google Ads Keyword-Planer, Suchen je Monat in Deutschland, Mittel der letzten 12 Monate, abgerufen am 27.10.2026
- Zentralverband des Deutschen Handwerks: Praxis Recht „Impressumspflicht auf Webseiten“, Stand Juli 2024 (veröffentlicht von der Handwerkskammer Dortmund) www.hwk-do.de/wp-content/uploads/2022/03/20240718_2_Praxis_Recht_Impressumspflicht_Update_Juli_2024.pdf
- freelancermap: Freelancer-Kompass 2026, Pressemitteilung vom 17.03.2026 (durchschnittlicher Stundensatz 103 Euro) www.freelancermap.at/media/press_release/2026-03-17-PM-Einkommen.pdf
- STRATO Homepage-Baukasten, Preise inkl. MwSt., abgerufen am 27.10.2026 www.strato.de/homepage-baukasten
- IONOS MyWebsite Homepage-Baukasten, Preise inkl. MwSt., abgerufen am 27.10.2026 www.ionos.de/websites/homepage-baukasten
- onlinemarketing.de: Google Business Profile Websites werden abgeschaltet (business.site, März 2024) onlinemarketing.de/unternehmensnews/google-business-profile-websites-werden-abgeschaltet